Diese kleine Rundwanderung beginnt und endet bei der Mühle in der Rua do Saco. Sie bietet Besuchern einen besonderen Einblick in zwei prägende Elemente der Geschichte der Gemeinde Agualva: das Wasser ihrer Bäche, das einst fast fünfzig Wassermühlen antrieb und heute sechs der elf Gemeinden der Gemeinde Praia da Vitória mit Wasser versorgt, sowie das Holz ihrer Wälder, das sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart ein grundlegender Rohstoff für lokale Sägewerke und Tischlereien ist.
In der ersten Etappe verläuft die Route am Ufer des Baches entlang. Dort kann man Terrassen mit traditionellen Obstgärten sowie verschiedene Überreste alter Mahlanlagen wie Mühlen, Wasserrinnen und Bewässerungsgräben sehen. Diese belegen die historische Bedeutung des Wassers als landwirtschaftliche und energetische Ressource. Landschaftlich und ökologisch besonders interessant sind die natürlichen Wasserfälle entlang der Strecke sowie der Erholungsbereich des Parque das Frechas mit seinem Park aus endemischen Arten.
Im zweiten Abschnitt, der weiter flussaufwärts verläuft, überquert der Weg mehrere Wasserläufe und führt über von vielfältiger Vegetation gesäumte Waldwege. Zu den dort wachsenden Arten zählen exotische Pflanzen wie Pittosporum undulatum, große Eukalyptusbäume (Eucalyptus globulus), Pinien (Pinus pinaster) und schöne Exemplare von Baumfarnen (Cyathea cooperi). In diesem Abschnitt sticht der Aussichtspunkt „Varanda sobre a Agualva“ hervor, der einen weiten Panoramablick über die Gemeinde und das Gebiet von Ramo Grande bietet.
Der letzte Abschnitt des Weges führt über den Pfad „Atalho Alto“ bergab. Er verläuft auf alten Waldwegen, die einst von Holzfällern genutzt wurden. Die Landschaft ist durch dichten Baumbestand und eine dichte Waldbedeckung geprägt. Entlang dieses Abschnitts sind noch alte Unterstände für Zicklein sowie verschiedene Entwässerungskanäle zu sehen. Sie stehen in Verbindung mit den Quellen der Ribeira da Silveira. Außerdem sind Überreste des alten Wasserversorgungssystems zu sehen. Es leitete das Wasser von der Fonte da Silveira zur Luftwaffenbasis Nr. 4 (BA4). An mehreren Stellen des Abkürzungswegs sind diese Überreste noch sichtbar.
Da der Wanderweg größtenteils über Waldwege verläuft und mehrere Wasserläufe überquert, wird empfohlen, sich vorab über die Wetterbedingungen zu informieren und geeignete Kleidung und Schuhe zu tragen, da der Untergrund rutschig sein kann.
Länge: 7,7 km
Dauer: 2,5 h
Schwierigkeitsgrad: mittel
Quelle: visitazores
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