Der Wanderweg Serra Devassa beginnt in der Nähe des Muro do Carvão, einem Überrest des ehemaligen Aquädukts Muro das Nove Janelas. Das etwa 150 Meter lange Aquädukt besteht aus Bögen mit perfekten Halbkreisbögen und diente dazu, Wasser aus den Seen Canário und Empadadas über eine Strecke von mehr als 10 Kilometern in die Stadt Ponta Delgada zu transportieren.
Der Wanderweg führt durch ein Gebiet von hohem ökologischen und landschaftlichen Wert, das durch mehrere Seen und Feuchtgebiete gekennzeichnet ist. Zu diesen zählen der Lagoa do Carvão, der Lagoa do Caldeirão Grande, der derzeit wasserdicht ist und für die landwirtschaftliche Versorgung genutzt wird, die Lagoas do Caldeirão Pequeno (Nord und Süd) sowie die Lagoas Empadadas. Der Wanderweg führt auch auf den Pico das Éguas, eine der markantesten Erhebungen der Region. Er befindet sich auf etwa 873 Metern über dem Meeresspiegel und beherbergt die beiden Éguas-Seen, die höchstgelegenen Seen der Insel São Miguel. Von dort aus hat man einen weiten Blick auf die umliegende Landschaft.
Im Mata do Canário, einem wichtigen Gebiet mit Quellen und Wassersammelstellen für die öffentliche Versorgung, können Besucher den Canário-See sehen. Trotz seines Namens hat dieser See nichts mit kleinen Vögeln zu tun, sondern leitet sich davon ab, dass er einst von den Einwohnern der Kanarischen Inseln als Weideland genutzt wurde. Einer der bemerkenswertesten Aussichtspunkte entlang des Weges ist der Miradouro da Grota do Inferno. Von dort aus hat man einen beeindruckenden Panoramablick auf die Caldeira von Sete Cidades, einschließlich der Seen Blue, Santiago und Rasa. Die Landschaft umfasst auch Gebiete von großem natürlichem Wert, darunter Canto dos Carneiros, Caldeira do Alferes, Pico da Cruz und die Grota do Inferno, eine tiefe Schlucht, die im Laufe der Zeit durch Regenerosion entstanden ist.
Die Region Serra Devassa ist besonders reich an Quellen, die eine wichtige Rolle für die Wasserversorgung der Insel São Miguel spielen. Aus diesem Grund sind eine sorgfältige Bewirtschaftung und Erhaltung erforderlich. Da die Route in der Nähe von ausgewiesenen Landschaftsschutzgebieten und Wassersammelgebieten verläuft, ist ein klares Bekenntnis zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und zum Schutz der Wasserressourcen unerlässlich. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass alle Wanderer und Besucher die Umwelt respektieren, Störungen der lokalen Ökosysteme vermeiden und zum Schutz dieses wertvollen Naturerbes beitragen.
Länge: 9,1 km
Dauer: 3,5 h
Schwierigkeitsgrad: mittel
Quelle: visitazores
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