Diese Streckenwanderung beginnt auf dem Zentralplateau von Flores, wo sich eine Reihe von Explosionskratern (Maare) befindet, die mit Lagunen gefüllt sind. Sie verläuft nach Westen in Richtung Fajã Grande und endet nahe dem Poço do Bacalhau, einem imposanten, über 100 m hohen Wasserfall. Eine Besonderheit dieser Wanderroute und der Insel Flores sind die verschiedenen „Maare” auf dem Zentralplateau. Hierbei handelt es sich um Explosionskrater, die durch hydro-magmatische Eruptionen entstanden sind. Dabei kommt das aufsteigende Magma mit Wasser in Kontakt, was zu Explosionen und zur Bildung dieser Vertiefungen führt. Lokal werden sie als Caldeiras bezeichnet.
Die Lagoa Negra, der Ausgangspunkt dieser Wanderung, ist mit einer Tiefe von 108 Metern der tiefste See der Azoren. Dies erklärt Bezeichnungen wie „Lagoa Funda” (tiefer See). Aus landschaftlicher Sicht bietet dieser Wanderweg eine große Vielfalt, von den ausgedehnten Schutzgebieten des zentralen Plateaus mit verschiedenen Lagunen und üppigen natürlichen Pflanzengemeinschaften bis hin zur Fajã Grande. Dabei handelt es sich um eine Lavafajã mit einer imposanten, etwa 300 Meter hohen fossilen Steilküste, an der zahlreiche Wasserfälle permanente Gewässer speisen. Aufgrund ihrer geologischen und landschaftlichen Bedeutung sind die Lagunen Lagoa Negra, Lagoa Comprida, Lagoa Seca und Lagoa Branca sowie Fajã Grande als Geostätten des Geoparks Azoren klassifiziert.
Was das reichhaltige Naturerbe betrifft, so durchquert dieser Wanderweg die klassifizierten Gebiete des Naturschutzgebiets Morro Alto und Pico da Sé, das Landschaftsschutzgebiet der Zentralzone sowie die Klippen der Westküste. In den „Caldeiras” kommen die unterschiedlichsten Arten der endemischen Flora der Azoren vor, darunter Frangula azorica, Ilex azorica, Vaccinium cylindraceum, Viburnum treleasei und Juniperus brevifolia, sowie Moosteppiche (Sphagnum sp.). Außerdem können verschiedene Vögel beobachtet werden, beispielsweise der wandernde Seidenreiher (Egretta garzetta). Hervorzuheben ist auch die größte Konzentration von Flussseeschwalben (Sterna hirundo) im Inneren der Insel.
Da der Wanderweg teilweise durch hoch gelegene Gebiete führt, die Nebel und Niederschlägen ausgesetzt sind, empfiehlt es sich, rechtzeitig die Wettervorhersage zu konsultieren und geeignetes Schuhwerk und Ausrüstung zu tragen.
Länge: 7,3 km
Dauer: 3 h
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Quelle: visitazores
Views: 246










