PR 01 FLO – Ponta Delgada – Fajã Grande

Wanderweg PR 01 FLO

Diese kleine Streckenwanderung verbindet die Gemeinde Ponta Delgada mit Fajã Grande und führt durch den Nordwesten der Insel Flores. Sie durchquert Landschaften von großer Schönheit und Vielfalt. Aufgrund ihrer zerklüfteten Morphologie mit starken Höhenunterschieden und der Nähe zu Klippengebieten ist diese Tour für Menschen mit Höhenangst nicht zu empfehlen.

Der erste Teil der Strecke zwischen dem Zentrum von Ponta Delgada und der Ponta do Albernaz bietet einen herrlichen Blick auf die Insel Corvo, einige Weiden, tief eingeschnittene Täler sowie den 1925 eingeweihten Leuchtturm von Albernaz. Vom Aussichtspunkt aus hat man einen weiten Panoramablick auf die Insel Maria Vaz und die Geostätte Ponta do Albernaz – Ponta Delgada, ein Gebiet, in dem sich die etwa zwei Millionen Jahre alten ältesten Lavaströme der Insel befinden.

Im mittleren Abschnitt des Wanderwegs überwiegen gut ausgeprägte und breite Sazúmwege, die einige Wasserläufe überqueren, sowie verschiedene Exemplare der endemischen Flora. Hervorzuheben sind die landschaftlich reizvollen Ausblicke auf die Insel Maria Vaz, Ponta do Albernaz mit der Insel Corvo im Hintergrund sowie auf die 1500 Meter vor der Küste gelegene Insel Monchique, die den westlichsten Punkt Europas bildet.

Die letzten vier Kilometer der Strecke ab Rocha do Risco, wo man den ersten Blick auf Fajã Grande erhaschen kann, sind besonders sehenswert. Es geht entlang der Klippen mit dem weiten Ozean im Westen und durch Wälder aus Zedern (Juniperus brevifolia). Zwischen Ponta da Fajã und Fajã Grande kann man schließlich mehrere Wasserfälle bewundern, die von der etwa 300 Meter hohen fossilen Steilküste herabfließen. Aus Sicht des Naturerbes sind das Naturschutzgebiet Ilhéu de Maria Vaz, das vor allem für die Gelbfußmöwe (Larus michaellis atlantis) ein wichtiger Nistplatz ist, und das Landschaftsschutzgebiet der Zentralzone und der Klippen der Westküste von Bedeutung. Letzteres stellt neben den verschiedenen endemischen Arten einen privilegierten Lebensraum für Vögel wie den Gelbschnabelsturmtaucher (Calonectris borealis) und die Flussseeschwalbe (Sterna hirundo) dar.

Aufgrund der zahlreichen Wasserläufe und des teilweise rutschigen Steinbodens ist nach Regentagen besondere Vorsicht geboten, weshalb das Tragen von geeignetem Schuhwerk empfohlen wird.

Länge: 12,9 km
Dauer: 4,5 h
Schwierigkeitsgrad: schwierig


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Quelle: visitazores

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