PR 02 FLO – Lajedo – Fajã Grande

Wanderweg PR 02 FLO

Dieser Wanderweg beginnt in der Gemeinde Lajedo, verläuft entlang der Südwestküste der Insel und durchquert die Lavaflächen von Fajãzinha und Fajã Grande. Diese Orte bestechen durch ihre große landschaftliche Schönheit und ihre wertvollen natürlichen, kulturellen und geologischen Elemente.

Die Gemeinde Lajedo war vermutlich die erste Siedlung im westlichen Teil der Insel, aus der später die Orte Fajãzinha und Fajã Grande hervorgingen. Die Landwirtschaft, die heute nur noch zur Selbstversorgung betrieben wird, erlebte in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Blütezeit, als Butter handwerklich hergestellt und in Dosen auf das portugiesische Festland exportiert wurde.

Der erste Teil der Wandertour führt durch drei ausgedehnte Täler, die sich über drei Kilometer erstrecken. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf mehrere Felsvorsprünge an der Südwestküste, darunter insbesondere die Insel Cartário. An diesen Küstenklippen nisten wichtige Seevogelkolonien, darunter vor allem Gelbschnabelsturmtaucher (Calonectris borealis), Flussseeschwalben (Sterna hirundo) und Rosenseeschwalben (Sterna dougallii).

Im zweiten Teil der Wanderung ist die Passage durch den Ortsteil Mosteiro hervorzuheben, der laut der letzten Volkszählung der am dünnsten besiedelte Ort des Landes ist. Von hier aus hat man auch den besten Blick auf die Rocha dos Bordões. Dieser Geostandort und Naturdenkmal ist eines der Wahrzeichen von Flores und weist eine seltene geologische Formation mit mehr als 200 riesigen prismatischen Basaltsäulen auf, die an aus Stein gefertigte Stöcke erinnern.

Vom Miradouro do Portal aus ist die Landschaft des dritten Teils der Wanderroute zu sehen. Sie entspricht den Geostätten Fajãzinha und Fajã Grande und zählt zu den schönsten Küstenlandschaften der Azoren. Die etwa 300 Meter hohe fossile Steilküste grenzt die genannten Fajãs vom zentralen Plateau der Insel ab. Sie weist zahlreiche Wasserfälle auf, die permanente Gewässer an ihrem Fuß speisen. Diese Gewässer werden als „Poços” (Brunnen) bezeichnet. Die bekanntesten sind der Poço do Bacalhau und der Poço da Ribeira do Ferreiro, der auch als „Lagoa das Patas” bekannt ist. Die Häuser und Siedlungen von Fajãzinha, Fajã Grande und Ponta da Fajã verleihen der Landschaft ein malerisches Aussehen.

Aufgrund der verschiedenen Wasserläufe und des teilweise rutschigen Steinbodens ist nach Regentagen besondere Vorsicht geboten, weshalb das Tragen von geeignetem Schuhwerk empfohlen wird.

Länge: 13,1 km
Dauer: 3,5 h
Schwierigkeitsgrad: mittel


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Quelle: visitazores

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