PRC 04 FLO – Fajã de Lopo Vaz

Dieser Wanderweg befindet sich an der Südküste der Insel Flores, beginnt am Picknickplatz von Fajã de Lopo Vaz und ist der einzige Zugang zum Fajã auf dem Landweg. Der Ort war einer der ersten, die auf der Insel besiedelt wurden. Der Name „Lopo Vaz” steht in Verbindung mit einem dieser Siedler, der zum Bau der Steintreppe beitrug. Die Treppe ist Teil der Abkürzung, die man zurücklegen muss.

Sowohl die Fajã de Lopo Vaz als auch die benachbarte Ponta da Rocha Alta sind als Geostandorte des Geoparks Azoren klassifiziert. Sie stellen Beispiele für Fajãs dar, die durch Erdrutsche und Einstürze hoher Klippen in der Umgebung entstanden sind. Aufgrund ihrer besonderen Lage – nach Süden ausgerichtet, mit viel Sonneneinstrahlung und geringer Höhe – weist die Fajã de Lopo Vaz ein Mikroklima mit tropischen Eigenschaften auf. Sie dient als Ort der Akklimatisierung und des Anbaus einiger Obstarten, darunter Feigen (Ficus sp.), Araçás (Psidium littorale), Johannisbeeren (Ribes rubrum) und Bananen (Musa sp.). Das hierfür verwendete Wasser stammt aus der einzigen Trinkwasserquelle der Fajã, die aus der über 350 Meter hohen Klippe kommt.

Was das Naturerbe betrifft, so ist die Fajã Teil des Schutzgebiets zur Bewirtschaftung von Lebensräumen oder Arten an der Süd- und Südwestküste. Zudem gehört sie zur besonderen Schutzzone (ZPE) im Rahmen des Natura-2000-Netzes. Sie befindet sich zudem in einem wichtigen Gebiet für Vögel und Biodiversität (IBA). Zu den bedeutenden Seevogelkolonien, die in diesem Gebiet nisten, zählen insbesondere die Gelbschnabelsturmtaucher (Calonectris borealis), die Flussseeschwalben (Sterna hirundo) und die Rosenseeschwalben (Sterna dougallii).

Da der Wanderweg entlang einer Steilküste verläuft, ist Vorsicht geboten, da herabfallende Steine eine Gefahr darstellen können. Außerdem handelt es sich um einen Weg ohne Ausweg, sodass die Erkundung der Fajã im Ermessen jedes Wanderers liegt, bevor er den Rückweg über denselben Weg antritt.

Länge: 3,4 km
Dauer: 2 h
Schwierigkeitsgrad: mittel


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Quelle: visitazores

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